À propos

«Les hommes dans l’éducation non formelle des enfants – Männer an der ausserschoulescher Kannerbetreiung – Männer in der non-formalen Bildung von Kindern in Luxemburg»

Hintergrund

Im nationalen Bildungsrahmenplan zur non-formalen Bildung im Kindes- und Jugendalter (Cadre de référence national sur l’éducation non formelle des enfants et des jeunes) heisst es: „Die Vielfalt einer pluralistischen Gesellschaft spiegelt sich in Bildungseinrichtungen wider“. Diese Vielfalt lässt sich bei den Zielgruppen, d.h. den Kindern und Jugendlichen durchaus beobachten, kaum jedoch beim erzieherischen Personal.

Hier prägen - mit Blick auf die Geschlechterverteilung - überwiegend weibliche Fachkräfte die pädagogische Praxis. Während die Verteilung des männlichen und weiblichen Personals in den luxemburgischen Schulen bekannt ist - im Schuljahr 2017-2018 arbeiteten im Cycle 1 (Précoce und Spillschoul) 1511 Frauen und 52 Männer - existieren für den ausserschulischen Erziehungs- bzw. Bildungsbereich der 0-12jährigen Kinder keine vergleichbaren Informationen.

Vor dem Hintergrund der III. Internationalen Männerkonferenz, die im Oktober 2016 in Luxemburg stattfand und mit dem Titel „Who cares? Who shares? - Caring Masculinities“ überschrieben war, entschied sich das Ministerium für die Gleichstellung von Frauen und Männern die Auseinandersetzung mit dem Thema erneut aufzugreifen bzw. zu vertiefen.

In einem ersten Schritt wurde das Institut für Gender, Diversity in der sozialen PraxisForschung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin (IGD) bzw. die Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ aus Berlin und infoMann - actTogether asbl beauftragt den Fokus auf die „Männer an der ausserschoulescher Kannerbetreiung“ zu richten. Ziel dieses Programms ist es, den Männeranteil in den Einrichtungen Crèche und Maison Relais bzw. Foyer Scolaire mittel- bis langfristig zu erhöhen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, wurden in der ersten Programmphase (2018) Daten recherchiert, eine Arbeitsgruppe mit Akteuren aus Politik, Ausbildung und Praxis ins Leben gerufen sowie ein Fragebogen an die Einrichtungen der non-formalen Bildung verschickt. Die gewonnen Erkenntnisse bzw. Erfahrungen wurden am 21. Juni 2018 im Rahmen einer Konferenz an der Universität in Esch/Belval der (Fach-)Öffentlichkeit vorgestellt und dokumentiert.

Während der bis Juni 2021 andauernden zweiten Programmphase der „Männer an der ausserschoulescher Kannerbetreiung“ wurden die regelmäßigen Treffen der Arbeitsgruppe mit Fachleuten aus der non-formalen Bildung wieder aufgenommen. Im Fokus des gemeinsamen Arbeitens stehen dabei die weitere Auseinandersetzung mit der aktuellen Datenlage zum Personal sowie die Entwicklung und Durchführung von sechs Modellprojekten.

Zentrale Programminhalte

Ziele

Das vom Ministerium für die Gleichstellung von Frauen und Männern geförderte Programm „Männer an der ausserschoulescher Kannerbetreiung“ verfolgt folgende Zielsetzungen:

  • Die mittel- bis langfristige Erhöhung des Anteils männlicher Fachkräfte in der non-formalen Bildung
  • die Sensibilisierung relevanter Akteure aus Politik und Praxis für die Themen „Männer, Chancengleichheit und Erweiterung traditioneller Geschlechterbilder“
  • Die Aufwertung des Berufsbildes Erzieher*in

Programmbegleitung

 
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